03.10.2026
Eine Delegation unseres Städtepartnerschaftsvereins ist Anfang Oktober 2026 in die kurdisch geprägte Region Rojava im Nordosten Syriens gereist. Dort liegt Dêrik — die einzige deutschlandweite Partnerstadt in Syrien.
Wir sind in unserer Partnerstadt Dêrik in Rojava in Syrien angekommen. Am ersten Tag unserer Reise haben wir uns mit den neuen Bürgermeister:innen der Stadt getroffen, und auch ihr Vorgänger, der alte Bürgermeister Maher Omar war dabei. Wir haben uns über den Integrationsprozess in Syrien ausgetauscht, und über aktuelle politische und humanitäre Herausforderungen gesprochen.

Eine der größten Herausforderungen für die Menschen hier ist die aktuelle Wirtschaftskrise. Die stark steigenden Preise für Kraftstoffe erschweren das Leben vieler Menschen. Außerdem warten viele Menschen auf ihre Gehälter. Seitdem die Selbstverwaltung von Nordostsyrien vom syrischen Staat abgelöst wurde, haben beispielsweise viele Ärzt:innen in öffentlichen Krankenhäusern noch kein Gehalt bekommen. Zudem leben nach wie vor zahlreiche Binnenvertriebene im Großraum von Dêrik, in Schulen und Camps. Ihre Versorgung ist nach wie vor eines der drängendsten Probleme.
Auch der Schulunterricht, und das Recht auf Muttersprache bewegen viele Menschen. Die islamistische Zentralregierung hat verordnet, dass der Schulunterricht großteils auf arabisch stattfindet — doch viele Menschen sprechen kurdisch, das Recht auf Muttersprache ist für viele sehr wichtig. In den nächsten Tagen werden wir auch einige Schulen besuchen, und mehr Eindrücke gewinnen.