05.10.2026
Die offizielle Delegation des Städtepartnerschaftsverein Friedrichshain-Kreuzberg — Dêrik e.V. hat am zweiten und dritten Tag ihrer Reise mehrere Schulen im Umland von Dêrik besucht. Die Schulen wurden in den letzten Jahren in Zusammenarbeit mit GlobalCare renoviert.

„Unsere Sprache ist Kurdisch — und wir haben ein Recht darauf!“ Unter diesem Motto gingen in den letzten Wochen zahlreiche Schüler*innen in Rojava in Syrien auf die Straße. Sie forderten ein Recht auf Schulunterricht in ihrer Muttersprache. Denn seit Al-Scharaas Machtantritt befindet sich die Region im rasanten Wandel.
In den Schulen rund um unsere Partnerstadt, die wir besuchen, kam vom einen Tag auf den anderen Tag das Dekret aus Damaskus: Der Unterricht muss auf arabisch durchgeführt werden, obwohl die meisten Kinder hier kurdischsprachig aufgewachsen sind — ein rabiater Angriff auf die kurdische Identität. Verzweifelt erzählt uns eine Lehrerin: „Für die Kinder ist diese abrupte Umstellung extrem schwierig. Aber was sollen wir machen? Wenn wir die arabischen Lehrpläne nicht befolgen, kriegen sie keinen Schulabschluss!“
Auch der Religionsunterricht hat sich verändert. Vor der Machtübernahme der Islamisten wurde die Vielfalt der Religionen und ethische Werte gelehrt, doch seit Al-Scharaas Bildungsreformen muss der konservative Islam gelehrt werden.
Trotz alledem sind die Schulen rund um Derik ein wichtiger Ort um Kindern eine Zukunft zu bieten. Wir als Städtepartnerschaftsverein Kreuzberg-Derik haben in Zusammenarbeit mit GlobalCare mehrere Schulen im Umland von Derik renoviert, mit Elektrik, Wandfarben und Schulbänken ausgestattet. Vorher waren die Schulen in einem sehr schlechtem Zustand. Deine Spende trägt dazu bei, dass sie ein schöner Lernort für zahlreiche Kinder sind. Allen politischen Widrigkeiten zum Trotz.
