Aktuelles

Situation der Geflüchteten in Dêrik (Stand 24.01.2026)

Nach den schweren Angriffen islamistischer Truppen auf die Region Rojava im Nordosten Syriens hat sich die humanitäre Lage weiter verschärft. Unsere Partnerstadt Dêrik ist einer der wichtigsten Zufluchtsorte in Nordsyrien, da sie in unmittelbarer Grenznähe zum Nordirak liegt. Die Menschen hoffen, im Falle einer weiteren Zuspitzung der Situation in das kurdische Autonomiegebiet im Nordirak fliehen zu können. In Dêrik sind nach aktuellen Erhebungen 2.500 Binnenvertriebene neu angekommen. Viele von ihnen sind in Schulen, Moscheen und öffentlichen Gebäuden untergekommen. Zudem sind viele weitere Menschen in Dörfern und kleineren Städten des Distrikts Dêrik untergekommen, zu denen uns noch keine Zahlen vorliegen. Trotz der Verlängerung des vereinbarten Waffenstillstands um 15 Tage am Abend des 24.01.2025 bleibt die Situation äußerst angespannt. In den vergangenen Tagen wurde der Waffenstillstand durch die angreifenden islamistischen Truppen immer wieder gebrochen. Es wird befürchtet, dass die Truppen von Jolanis und die ihnen zugehörigen islamistischen Milizen an der syrisch-irakischen Grenze in Richtung Dêrik sowie an der türkisch-syrischen Grenze marschieren könnten. Dadurch würde den Menschen in Nordostsyrien der letzte Fluchtweg abgeschnitten.

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Situation der Geflüchteten in Dêrik (Stand: 23.1.2026)

Heute haben uns Fotos von den Geflüchteten in und vor der Grossen Moschee von Dêrik erreicht. Neben den Schulen werden die Geflüchtetn vor allem in den Moscheen unserer Partnerstadt untergebracht:

Schließt euch unserem Spendenbündnis an und sammelt Spenden. Jede Unterstützung zählt. Spenden bitte für die Aktion Nothilfe Rojava bitte unter Stichwort “Nothilfe Rojava” an:

Verband Kurdischer Ärzte in Deutschland e.V.

IBAN: DE39 3006 0601 0008 7790 23 | Konto Nr: 0008779023

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Sorge um unsere Partnerstadt Dêrik (Syrien): Bundesregierung muss handeln

Stellungnahme des Städtepartnerschaftsvereins Friedrichshain–Kreuzberg–Dêrik e. V., Berlin 21. Januar 2026 Presseanfragen an:

vorstand@staepa-derik.org

Wir sind in großer Sorge um unsere Partnerstadt Dêrik (arab. Al Malikiya) und die Menschen in Rojava (Syrien). Das Vorrücken islamistischer Regierungstruppen trotz mehrfacher Waffenstillstandsankündigungen bis tief in die kurdischen Gebiete versetzt die Bevölkerung in Angst; viele Menschen bereiten sich auf eine mögliche Flucht vor.

Dêrik (arab. Al Malikiya) war seit 2011 ein Zufluchtsort für viele Menschen innerhalb Syriens. In und um die Stadt leben unterschiedliche Religionsgemeinschaften und Völker seit Jahren friedlich miteinander. Es gab ein säkulares und paritätisches Verwaltungsmodell – wie im gesamten Gebiet der Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien. Über viele Jahre haben wir eng und vertrauensvoll mit unserer Partnerstadt zusammengearbeitet und durch Projekte der Entwicklungszusammenarbeit, gefördert mit staatlichen Mitteln, Perspektiven für ein friedliches Leben in Syrien unterstützt. All das ist nun akut gefährdet.

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Aktion Nothilfe für Rojava: Jetzt spenden für Rojava!

1) Warum wir jetzt handeln müssen

Vertreibung, Flucht und Leid: Der Krieg ist wieder zurück in den kurdischen Gebieten Syriens. Regierungstruppen des neuen syrischen islamistischen Machthabers Al-Schaara greifen die Autonomiegebiete in Rojava (Nord- und Ostsyrien) an. Die Gefahr von Vertreibung und schweren Verbrechen an der Zivilbevölkerung ist groß. Nach Jahren des Kampfes gegen den IS (seit 2013) sowie wiederholten Angriffen der Türkei am Boden und auf die Energieversorgung und die medizinische Infrastruktur blieb den Menschen kaum Zeit zum Durchatmen. Nun drohen erneut weitere Flucht und Vertreibung. Allein seit 2018 wurden in Nord- und Ostsyrien durch Angriffe mehr als 500.000 Menschen vertrieben. Viele Familien mussten ihre Heimat nicht nur einmal verlassen, sondern sind nun bereits zum dritten Mal auf der Flucht. Wieder sind tausende Familien unterwegs und benötigen dringend Schutz, Versorgung und medizinische Hilfe.

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Dramatische Situation in Dêrik (Stand 22.01.2026)

22.1.2026

Bis nach Dêrik konnten die HTS-Truppen incl. der verschiedenen islamistischen Milizen noch nicht vordringen. Sie sind in Luftlinie ca. 40 km von unserer Partnerstadt entfernt. Zur Zeit gilt zwischen SDF und HTS ein Waffenstillstand, der in der östlichen Dschazira (anders als in der Gegend um Kobanê) weitgehend eingehalten wird. Aber nach wie vor treffen in Dêrik viele Geflüchtete aus dem Westen ein, die in Schulen, Moscheen und leerstehenden Häusern provisorisch untergebracht werden müssen. Die Jugendorganisation der Selbstverwaltung in Dêrik kümmert sich um die Verteilung der Geflüchteten auf die verschiedenen Unterkünfte.

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Stellungnahme zur Entführung dreier Mitarbeiter des Kurdischen Roten Halbmonds

Mit großer Sorge haben wir erfahren, dass in Aleppo (Stadtteil Şêxmeqsûd) drei Mitarbeiter des Kurdischen Roten Halbmonds (Heyva Sor a Kurd) während eines humanitären Einsatzes entführt wurden: die Sanitäter Abdulrahman Muhammad und Rami Hussein al-Ali sowie der Fahrer Youssef Hanan Hakmo.

Wir als Städtepartnerschaft stehen solidarisch an der Seite unserer Partnerorganisation und aller humanitären Helferinnen und Helfer, die unter schwierigen Bedingungen medizinische Nothilfe für die Zivilbevölkerung leisten. Wir fordern die sofortige und bedingungslose Freilassung der Entführten sowie ihre sichere Rückkehr. Humanitäre Arbeit muss geschützt werden – Angriffe auf medizinisches Personal sind inakzeptabel.

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Stellungnahme zu den Ereignissen in Aleppo

Als offizielle Städtepartnerschaft mit einer syrischen Kommune verurteilen wir die Angriffe und die Kriegserklärung des Übergangspräsidenten Al Schaara auf die kurdischen Stadtteile in Aleppo. Unsere Solidarität gilt den eingeschlossenen und fliehenden Zivilisten in den betroffenen Gebieten. Die politische Lage in Syrien spitzt sich seit Wochen zu. Die Verhandlungen zwischen der Regierung in Damaskus und der Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien drohen endgültig zu scheitern. Ein neuer großer Krieg bedroht die Menschen. Die Regierung in Damaskus muss religiösen und ethnischen Minderheiten Sicherheitsgarantien geben. Nur so lässt sich die Krise in Syrien beenden.

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Wasserspaziergang

Wasserspaziergang

Wassergeschichten aus Dêrik und Friedrichshain-Kreuzberg

Eine Veranstaltung im Rahmen der Stadtspaziergänge zur Geschichte und Gegenwart der Städtepartnerschaften Friedrichshain-Kreuzbergs von Fluid Connections

Im Zusammenhang mit Fluid-Connections, dem gemeinsamen Wasserprojekt der Städtepartnerschaften im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, hat der Städtepartnerschaftsverein am 16. November 2025 bei einem Wasserspaziergang mit 20 Teilnehmer*innen, symbolische Brücken vom Ufer der Spree zu den Ufern des Tigris in Nordostsyrien und zum Ufer des Munzur in Dersim geschlagen.

Startpunkt war das May-Ayim-Ufer an der Oberbaumbrücke. Über den Mariannenplatz und die Waldemarstrasse führte der Weg zum kurdischen Restaurant Lasan am Kottbusser Tor und dann zur Dersim-Gemeinde am Blücherplatz.

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Einladung zum Dokumentarfilm "Trotz Alledem"

In Zusammenarbeit mit docfilm42 laden wir ein zur Filmmatinee des Dokumentarfilms Trotz Alledem

Ort:

fsk-Kino am Oranienplatz, Segitzdamm 2, 10969 Berlin

Datum:

Sonntag, 14.9.2025, 11:30 Uhr

Anschliessend an die Filmvorführung wird es ein Gespräch mit dem Regisseur Robert Krieg geben.

Über den Film:

Im vom Krieg gezeichneten Norden Syriens entsteht etwas Unerwartetes: Hoffnung. Inmitten von Ruinen, Bedrohung und Entbehrung behaupten sich Frauen in den seit 2012 selbstverwalteten Gebieten von Nord- und Ostsyrien mit bemerkenswerter Entschlossenheit. Sie gründen Dörfer, unterrichten Kinder, bauen Werkstätten auf – und verteidigen nicht nur ihr Leben, sondern auch eine Vision von Freiheit und Gleichberechtigung. Der Regisseur Robert Krieg zeigt das alltägliche Überleben und den außergewöhnlichen Mut zur Selbstermächtigung in einer Region, die weltweit kaum Beachtung findet. Ein bewegender Dokumentarfilm über den leisen, aber unaufhaltsamen Aufbruch einer neuen Gesellschaft – getragen von Frauen. In dem Dokumentarfilm erhalten wir einen eindrucksvollen Einblick in das Leben selbstbestimmter Frauen in der autonom verwalteten Region im Norden und Osten Syriens. Inmitten von Krieg, Zerstörung und politischer Unsicherheit kämpfen sie unbeirrt für ihre Unabhängigkeit und eine basisdemokratische Gesellschaft. Die Protagonistinnen des Films – darunter die technikaffine Argin, die Kunsthandwerkerin Jehan, die alleinerziehende Delal, die vielseitige Sidan, die Taekwondo-Lehrerin Ghoufran und die gehörlose Seidenstickerin Hiba – stehen stellvertretend für eine neue Generation mutiger Frauen. Jede von ihnen geht ihren eigenen Weg, nutzt ihre Fähigkeiten und überwindet persönliche wie gesellschaftliche Hürden. Der Film erzählt in ruhigen, aber kraftvollen Bildern von gelebter Solidarität, Widerstandskraft und dem Aufbau einer friedlichen Zukunft – jenseits patriarchaler Strukturen und trotz widrigster Umstände.

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Brücken der Solidarität in Nord- und Ostsyrien

Ende Mai 2025 reiste eine achtköpfige Delegation nach Nord- und Ostsyrien, um die humanitäre und medizinische Lage vor Ort zu bewerten und konkrete Hilfsprojekte umzusetzen. Sie setzte sich aus Mitgliedern des Verbands Kurdischer Ärzt*innen in Deutschland und des Städtepartnerschaftsvereins Friedrichshain-Kreuzberg – Dêrik zusammen. Im Mittelpunkt stand der Start der ersten offiziell geförderten Klinikpartnerschaft zwischen Deutschland und Syrien.

Partnerschaft in schwierigen Zeiten

Die Region Nord- und Ostsyrien steht weiterhin vor großen Herausforderungen. Laut dem aktuellen Bericht des UN-Nothilfebüros OCHA (1. Quartal 2025) sind rund 16,5 Millionen Menschen in ganz Syrien auf humanitäre Hilfe angewiesen – etwa 69 % der Gesamtbevölkerung. In den von der Selbstverwaltung (AANES) kontrollierten Gebieten benötigen rund 2,9 Millionen Menschen Unterstützung – doch nur etwa ein Drittel konnte bislang erreicht werden.

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