Aktuelles

Besuch von Schulen in Dörfern rund um Dêrik

Die offizielle Delegation des Städtepartnerschaftsverein Friedrichshain-Kreuzberg — Dêrik e.V. hat am zweiten und dritten Tag ihrer Reise mehrere Schulen im Umland von Dêrik besucht. Die Schulen wurden in den letzten Jahren in Zusammenarbeit mit GlobalCare renoviert.

„Unsere Sprache ist Kurdisch — und wir haben ein Recht darauf!“ Unter diesem Motto gingen in den letzten Wochen zahlreiche Schüler*innen in Rojava in Syrien auf die Straße. Sie forderten ein Recht auf Schulunterricht in ihrer Muttersprache. Denn seit Al-Scharaas Machtantritt befindet sich die Region im rasanten Wandel.

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Delegationsreise unseres Vereins nach Dêrik

Eine Delegation unseres Städtepartnerschaftsvereins ist Anfang Oktober 2026 in die kurdisch geprägte Region Rojava im Nordosten Syriens gereist. Dort liegt Dêrik — die einzige deutschlandweite Partnerstadt in Syrien.

Wir sind in unserer Partnerstadt Dêrik in Rojava in Syrien angekommen. Am ersten Tag unserer Reise haben wir uns mit den neuen Bürgermeister:innen der Stadt getroffen, und auch ihr Vorgänger, der alte Bürgermeister Maher Omar war dabei. Wir haben uns über den Integrationsprozess in Syrien ausgetauscht, und über aktuelle politische und humanitäre Herausforderungen gesprochen.

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Drei Stunden sind nicht genug: Bildungsproteste in Dêrik

Seit Beginn des neuen Schuljahres protestieren Schüler*innen und ihre Familien in Rojava, dem mehrheitlich kurdischen Teil des ehemaligen Selbstverwaltungsgebietes, gegen die Abschaffung des 2013 eingeführten Unterrichts in der kurdischen Muttersprache. Stattdessen soll der Unterricht nur noch auf Arabisch stattfinden, mit der Ausnahme von drei Unterrichtsstunden Kurdisch pro Woche.

Die Entscheidung des Bildungsministeriums der syrischen Übergangsregierung bedroht eine zentrale Errungenschaft der bisherigen Selbstverwaltung: die Möglichkeit, in der eigenen Muttersprache zu lernen. Die Protestierenden fordern die Rücknahme des Beschlusses und die Anerkennung des Kurdischen als gleichberechtigte Unterrichtssprache neben Arabisch.

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Mobile Klinik: Klinikpartnerschaft erfolgreich im ersten Halbjahr.

Seit Oktober 2025 ist die Mobile Klinik Teil des BMZ-Förderprogramms Klinikpartnerschaften. Die Zahlen des ersten halben Jahres zeigen, wie groß der Bedarf im ländlichen Umland von Dêrik ist.

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Schulrenovierungen

Infolge des jahrelangen Krieges sind viele Bildungseinrichtungen für Kinder in Syrien und Rojava in einem schlechten Zustand. Hinzu kommt, dass fehlende finanzielle Ressourcen sowie instabile politische Rahmenbedingungen den Zugang zu verlässlicher Bildung erschweren. Die militärische Eskalation der mehrheitlich islamistisch geprägten Übergangsregierung unter Al-Schaara gegen den mehrheitlich kurdischen Nordosten verschärfte diese strukturellen Defizite zusätzlich.

Vier Schulen wurden 2025 renoviert

Der Städtepartnerschaftsverein Dêrik–Friedrichshain-Kreuzberg ermöglichte im Jahr 2025 gemeinsam mit dem Kinderhilfswerk „Global Care”die Renovierung von vier Schulenin der nordostsyrischen Stadt Dêrik und ihrem Umland. Grundlage hierfür waren Fördermittel in Höhe von rund 120.000 Euro, die unter anderem aus Mitteln der „Aktion Deutschland hilft“ bereitgestellt wurden. Das Ziel bestand darin, schwer beschädigte Schulgebäude wieder nutzbar zu machen und somit die Bildungsmöglichkeiten sowie die Zukunftschancen von Hunderten Schulkindern nachhaltig zu verbessern. Auf diese Weise leistet das Projekt einen konkreten Beitrag zur Förderung von Bildung und stärkt langfristig sichere Lernumgebungen im Sinne des Nachhaltigkeitsziels SDG 4 der Vereinten Nationen.

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Aktion Nothilfe: 40.000€ für Vertriebene in Rojava.

Die Aktion Nothilfe setzt ihre Unterstützung für Vertriebene in Rojava über lokale Partnerorganisationen fort. Die humanitäre Lage bleibt für Zehntausende Familien äußerst angespannt. Viele Menschen leben weiterhin in provisorischen Notunterkünften – darunter Schulen, Moscheen und andere öffentliche Gebäude.

In Städten wie Qamislo und Dêrik ist der reguläre Schulbetrieb deshalb nur eingeschränkt möglich. Zahlreiche Einrichtungen dienen weiterhin als Unterkünfte für Binnenvertriebene. Viele der betroffenen Familien hoffen auf eine baldige Rückkehr in ihre Heimatorte.

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Clara Herrmann: Zopf der Solidarität

Unsere Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann hat sich in einer Solidaritätsaktion für die Menschen in Dêrik symbolisch einen Zopf geflochten.

Das öffentliche Flechten von Zöpfen als Widerstandssymbol von Frauen gegen islamistischen Terror und Unterdrückung war in Nordostsyrien spontan entstanden, nachdem ein islamistischer Milizionär einer von ihm getöteten Kämpferin der kurdischen Frauenverteidigungseinhaiten deren Zopf abgeschnitten hatte. Stolz präsentierte er diesen Zopf in den sozialen Medien als Trophäe. Die Empörung über die Leichenschändung und deren öffentliche Präsentation hat zum Widerstandssymbol des Zopfflechtens geführt, das sich inzwischen nicht nur in Nordostsyrien sondern weltweit unter Frauen verbreitet hat.

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Appell von zivilgesellschaftlichen und humanitären Organisationen an Bundestag und Bundesregierung

Appell der zivilgesellschaftlichen und humanitären Organisationen an den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung, sich für ein Ende der humanitären Katastrophe und für den Schutz der Kurd*innen in Nord- und Ostsyrien einzusetzen

Berlin, 27. Januar 2026

Wir sind ein Zusammenschluss aus zivilgesellschaftlichen Organisationen und Vereinen, die seit langer Zeit den Aufbau demokratischer Strukturen in Nord- und Ostsyrien unterstützen und mit ihren Partner-Organisationen humanitäre Projekte realisieren, die zu Frieden und Stabilität in der Region beitragen.

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Botschaft von Maher Omar, Ko-Bürgermeister unserer Partnerstadt

Die Lage rund um Dêrik ist besorgniserregend: Während die Selbstverwaltung und die SDF in Damaskus seit gestern um für beide Seiten tragbare Lösungen ringen, greifen die islamistischen Milizen der Übergangsregierung weiterhin strategische Punkte an. Die in der Region agierenden Milizen gehören mehrheitlich der von der Türkei ausgebildeten Syrischen Nationalarmee (SNA) an, in deren Reihen sich auch ehemalige IS-Terroristen befinden. Sie sind wegen ihrer Brutalität und ihrem Hass auf andere religiöse und ethnische Bevölkerungsgruppen besonders berüchtigt und gefürchtet.Wir werden mit unseren Partnerorganisationen vor Ort alles tun, um das Leid der Menschen in Dêrik und Umgebung – aber auch in ganz Rojava zu lindern. Dafür sind wir auf Spenden angewiesen. Siehe dazu unsere gemeinsame ‚Aktion Nothilfe Rojava‘ mit dem Kurdischen Ärzteverband Deutschland e.V. und anderen Organisationen.

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Aktion Nothilfe : Schnelle Hilfe in einer eskalierenden Krise.

Dank der großen Solidarität unserer Spenderinnen und Spender konnten die im Spendenbündnis zusammengeschlossenen Organisationen innerhalb der ersten fünf Tage über 20.000 € an Spenden sammeln. Dafür danken wir Ihnen herzlich.

Bereits 12.000 € dieser Summe wurden unmittelbar für lebenswichtige Hilfsmaßnahmen eingesetzt. Weitere Einsätze sind in Planung, um die Menschen in den betroffenen Regionen auch in den kommenden Tagen und Wochen zu unterstützen.

Überblick über die bisherigen Spendeneinsätze

  • 1.000 € gingen an die Mobile Klinik in Dêrik, die durch unsere Partnerorganisation WJAS betrieben wird. Damit sollen die Kapazitäten zur akuten medizinischen und psychologischen Versorgung von Geflüchteten erweitert werden.

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