Aktuelles

Molkereieröffnung in Dêrik

Heute wurde in Dêrik die „Zozan-Molkerei“ eröffnet. Es handelt sich um die erste Molkerei in der Region Dschazira. Während der Einweihungsfeier wies Nazira Goreya, die Ko-Vorsitzende des Exekutivrats in der Region Dschazira darauf hin, dass wichtige Aufgaben der Molkerei darin bestehen, die wirtschaftliche Beteiligung von Frauen und die Selbstversorgung der Region zu entwickeln. Goreya wies auf die Erfolge hin, die Frauen in allen Bereichen – politisch, militärisch und wirtschaftlich – bereits erzielt haben. Projekte wie die neue Molkerei seien auch ein Beitrag dafür die erdrückende wirtschaftliche Blockade Nord- und Ostsyriens durch die Türkei und das syrische Regime zu lockern und von den reichlich vorhandenen Rohstoffen der Region zu profitieren. Hadiya Ali, die Ko-Vorsitzende der Wirtschaftsbehörde in der Region Dschazira erläuterte: „Diese Fabrik wurde vor einem Jahr unter der Aufsicht der Abteilung für Frauenwirtschaft der DAA vorbereitet“. Ali wies darauf hin, dass die Fabrik Arbeitsmöglichkeiten für 25 Frauen bereit stellt. Die Produktionskapazität der Molkerei liegt bei 15 Tonnen Milch pro Tag. In Bezug auf den Unterstützungsmechanismus erklärte Ali: „Im Austausch für den Erhalt von Kuhmilch werden wir Futter zu einem Preis von 300 Syrischen Pfund (SYP) pro Kilo zur Verfügung stellen, während der Preis auf dem Schwarzmarkt zwischen 600-1.000 SYP liegt.“ Die erzeugte Milch soll auf den lokalen Märkten im Nordosten Syriens verkauft werden. (Quellen: https://npasyria.com/en/60106/ und https://syriacpress.com/blog/2021/05/31/first-collectively-run-womens-dairy-factory-opens-in-gozarto-jazira-region-of-north-and-east-syria/ )

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Erste Videokonferenz mit Bürgermeister*innen aus Dêrik und Friedrichshain-Kreuzberg

Dreistündige Videokonferenz Friedrichshain-Kreuzberg - Dêrik am 13. Februar 2021

Organisiert von der Vertretung der Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien in Berlin, fand am 13.2.2021 erstmals eine dreistündige Videokonferenz zwischen Friedrichshain-Kreuzberg und Dêrik statt. Teilnehmer*innen waren neben Mitgliedern des Städtepartnerschaftsvereins die Friedrichhain-KreuzbergerBezirksbürgermeisterin Monika Herrman

, die beiden Co-Bürgermeister*innen Helin Abdulrahman und Feremez Hammo

aus Dêrik, auch Vertreter*innen verschiedener Organisationen und Institutionen, die Partnerschaftsprojekte mit Dêrik unterhalten und vorbereiten.

Thema war zunächst die aktuelle politische Lage in und um Dêrik und insbesondere die Auswirkungen der dauernden türkischen Angriffsdrohungen und des Wirtschaftsembargos. Ausführlich besprochen wurde dann die Corona-Pandemie-Lage in beiden Kommunen. Im weiteren Verlauf diskutierten die Teilnehmer*innen über die Ergebnisse der bisher stattgefundenen Projekte und die Möglichkeiten weiterer gemeinsamer Projekte.

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Pressemitteilung vom 4. Februar 2021

Auch unsere Partnerstadt Dêrik wäre betroffen

Am 2.2.21 traf sich der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar mit unserer Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer zu einem Gespräch. Es soll vorrangig um die Beilegung des Gasstreits im östlichen Mittelmeer gegangen sein.

Wir vermuten, dass Akar sich Unterstützung für weitere Militäroperationen der Türkei in Nordsyrien und Nordirak erhoffte.

Begründet werden diese wie alle türkischen Repressionen gegen oppositionelle Kurdinnen in der Region mit dem ‘Kampf gegen den Terrorismus’. Damit sind die kurdische Arbeiterpartei PKK und die nordsyrischen Selbstverteidigungseinheiten YPG/YPJ gemeint, die 2014 zur Rettung der Ezidinnen einen Fluchtkorridor aus dem Shengal-Gebirge nach Dêrik freigekämpft hatten. Die Bevölkerung von Derik und ihre Selbstverwaltung haben damals zehntausende Ezid*innen aufgenommen und versorgt. Unsere Partnerstadt Dêrik in Nordostsyrien wird als mögliches Angriffsziel genannt, da sie nahe am einzigen Grenzübergang der demokratischen Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens zum Nordirak liegt. Würde dieser Grenzübergang in türkische Hände fallen, wäre das Gebiet vollständig von der Versorgung mit Hilfsgütern, Medikamenten und Lebensmitteln abgeschnitten. Bereits jetzt blockiert die Türkei Lieferungen und unterbindet die Wasserversorgung einer Region. In den von ihr annektierten Gebieten Afrin und Serekaniye herrschen Gewalt und Unterdrückung auf Basis der Scharia. Die Türkei hat keinerlei Recht zu diesen fortgesetzten Aggressionen, sie handelt völkerrechtswidrig und fördert die islamistischen Kräfte. Die deutsche Politik darf keine Deals abschließen, bei denen dies geduldet wird.

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Moyra

Anlässlich Moyra’s Beerdigung haben ihre Angehörigen alle Freundinnen und Freunde gebeten zum Andenken an sie für die Mobile Klinik in Dêrik zu spenden.

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Video: Zwischen Krieg, Pandemie und Embargo

Die gesellschaftliche Situation und die medizinische Versorgung in Nord- und Ostsyrien, insbesondere in unserer Partnerstadt Dêrik.

Eine Veranstaltung mit Dr. Elisa Stein im SO 36, die sich im Rahmen der Stiftung der Freien Frau WJAS zum ‚Thema Feminismus und Medizin‘ engagiert.

WJAS ist eine Stiftung in Nord- und Ostsyrien, die unter anderem auch in Deutschland vertreten ist. In der Stiftung engagieren sich kurdische, arabische, assyrische und christliche Frauen und kümmern sich speziell um die Belange der Frauen in der Region. WJAS betreibt mit unserem Städtepartnerschaftsverein die Mobile Klinik im Umland von Dêrik.

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Online-Veranstaltung Oekonomische Abhängigkeit

Online-Veranstaltung Oekonomische Abhängigkeit - ein Mittel zur Unterdrückung von Frauen

Diese Online-Veranstaltung schafft einen digitalen Austausch zwischen Expertinnen aus der Partnerstadt Dêrik in Nordostsyrien und aus Berlin zur ökonomischen Abhängigkeit von Frauen als ein Mittel zur Unterdrückung. Anhand theoretischer und praktischer Beispiele wird die ökonomische Situation der Frauen im Kontext des weiblichen Rollenbildes in den jeweiligen Gesellschaften in Nordostsyrien und Deutschland beleuchtet.

Datum und Zeit: 2. Dezember 2020, 15:00 - 17:00 Uhr

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Ein Fotografischer Rückblick auf unser ökologisches Projekt

Ein Fotografischer Rückblick auf unser ökologisches Projekt

Gefördert durch die Stiftung „Nord-Süd-Brücken“ mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat der Städtepartnerschaftsverein zusammen mit der Stadtverwaltung von Dêrik und der NGO „Make Rojava Green Again“ zwischen Januar 2019 und April 2020 das Projekt „Flussbettbegrünung und Nachbarschaftsgärten in Dêrik“ durchgeführt. Den Ablauf dieses Projektes mit seinen Schwierigkeiten und Erfolgen zeigt diese Fotodokumentation.

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Frauen organisieren sich selbst - Eine Gesprächsrunde mit Sozdar

Eine Gesprächsrunde mit Sozdar

In Nordostsyrien wird seit 2011 an einem neuen Gesellschaftsmodell gearbeitet, das die Frau ins Zentrum der Befreiung stellt. Die Überwindung traditioneller patriarchaler Strukturen gilt als Voraussetzung für eine gesamtgesellschaftliche Veränderung. Es ist ein Kampf um die Selbstbestimmung der Frau in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens.

Ort:

Flüchtlingskirche in St. Simeon, Wassertorstr. 21a, 10969 Berlin

Zeit:

10.9.2020, 10:30 Uhr

Die Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit dem Verein Städtepartnerschaft Friedrichshain-Kreuzberg - Derik e.V. statt.

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Ausstellung Bilder des Friedens - mitten im Chaos

Ausstellungseröffnung am 12. September 2020:

„Bilder des Friedens - mitten im Chaos“

Fotos aus Dêrik, von unseren gemeinsamen Projekten und von der Geschichte unserer Städtepartnerschaft.

Ausstellungseröffnung:

12.September 2020 • 15:00 Uhr

Ort:

Roter Laden • Weidenweg 17 • 10249 Berlin • U-Bahnhof Weberwiese

Es sprechen Vertreterinnen der Selbstverwaltung von Nord-Ostsyrien in Berlin, des Städtepartnerschaftsvereins und Vertreterinnen des Bezirksverbandes und Fraktion in der BVV Friedrichshain-Kreuzberg der Partei DIE LINKE., musikalisch umrahmt von dem Kurdischen Ensemble „Vejîn“"

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Wir trauern um Rıza Baran !

Wir trauern um Rıza Baran !

Die „Städtepartnerschaft Friedrichshain-Kreuzberg – Dêrik e.V.“ trauert um den Friedrichshain-Kreuzberger Lehrer, Politiker und Ehrenmitglied des bezirklichen Migrationsbeirates, Rıza Baran. Nach langer Krankheit ist er am 3. Mai 2020 in Berlin verstorben.

Die Ältesten unter uns kannten ihn bereits seit Ende der 1970er Jahre, als er unter anderem im „Ausländerkomitee Berlin (West) e.V.“ und im Ausländerbereich der Alternativen Liste aktiv war.

Neben seinem Einsatz für gleiche Rechte aller Menschen in Berlin hat er uns von Anfang beharrlich auf die Leiden und Kämpfe seines Volkes hingewiesen. Er hat immer wieder darauf bestanden, dass die kurdische Frage kein Randproblem der Weltgeschichte ist. Zuletzt hat er gegen die völkerrechtswidrige türkische Besatzung Nordsyriens demonstriert, solange ihm dies körperlich möglich war.

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