Aktuelles

Unsere Offenen Briefe an Mitglieder der Bundesregierung

2. Offener Brief an Aussenministerin Annalena Baerbock vom 24. Dezember 2024 zu ihrer Entwaffnungsforderung

Sehr geehrte Frau Außenministerin,

Sehr geehrte Mitglieder des Auswärtigen Ausschusses,

als Städtepartnerschaftsinitiativen mit Städten in Nord- und Ostsyrien betrachten wir die Entwicklungen in der Region mit großer Sorge.

Wir freuen uns, dass Sie die großen Errungenschaften der multiethnischen und multikonfessionellen ‚Syrischen Demokratischen Kräfte‘ (SDF) im Kampf gegen den IS würdigen. Ob die neuen Machthaber der HTS in Zukunft die in den Selbstverwaltungsgebieten im Nordosten Syriens garantierten Rechte für Frauen und ethnische und religiöse Minderheiten achten werden, ist völlig unklar, darf aber – mit Blick auf Idlib und die türkisch besetzten Gebiete in Nordsyrien – eher bezweifelt werden. Diese Rechte wurden bislang durch die SDF, Partner der Anti- IS-Koalition, gesichert. Würden sie ohne eine endgültige Friedensregelung zwischen allen relevanten syrischen Gruppen vorschnell entwaffnet, wäre die dortige Bevölkerung schutzlos.

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Dringender Spendenaufruf: Die Geflüchteten in Nordsyrien brauchen Hilfe

Die Lage

Seit dem 27. November 2024 sind hunderttausende Menschen – Kurdinnen, Christinnen und Ezid*innen auf der Flucht aus Aleppo, Tel Rifat und der Şehba-Region (nördlich von Aleppo im Nordwesten Syriens). Dschihadistische Banden und Söldner der von der Türkei ausgebildeten und finanzierten sogen. Syrischen Nationalen Armee (SNA) terrorisieren und vertreiben gewaltsam die kurdische Bevölkerung und die 2018 aus Afrin vertriebene Bevölkerung, die seitdem unter prekären Verhältnissen in Flüchtlingscamps in der Şehba-Region lebten. Ihr Ziel ist mit Unterstützung der türkischen Regierung unter Erdogan die Zerstörung der demokratischen Autonomie von Nord- und Ostsyrien (früher Rojava).

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Hunderttausende auf der Flucht - auch nach Dêrik

DIE INFORMATIONEN WERDEN IN KURZEN ABSTÄNDEN AKTUALISIERT

19.01.2024

Es wurde beschlossen ein Dorf im Umland von Dêrik wieder aufzubauen und zu erweitern. 93 Personen konnten schon einziehen. Wir wollen aktiv den Aufbau des Dorfes unterstützen und informieren darüber in einem separaten Beitrag

23.12.2024

Am Sonntag hatten wir eine Videokonferenz mit den Co-Bürgermeistern von Dêrik. In der Stadt sind bis jetzt 380 Familien aus den Regionen Sheba und und Manbij angekommen. Viele von ihnen sind krank, weil sie auf der Flucht tagelang auf den Strassen kampieren mussten. Man hat in Dêrik zwei Komitees gebildet: Ein Komitee kümmert sich um den Empfang und die Registrierung der Geflüchteten, wobei man auch darauf achten muss, dass sich keine Dschihadisten einschleichen, so wie dies bereits an anderen Orten geschehen ist. Das zweite Komitee kümmert sich um die Versorgung der Geflüchteten mit Nahrungsmitteln und Unterkünften. Man versucht Massenunterkünfte wie Schulen und Moscheen zu vermeiden und bringt sie, wenn es irgendwie geht, bei Familien unter. Bisher geht das angesichts der noch relativ geringen Zahl von Geflüchteten in Dêrik einigermassen gut. Uns wurde erklärt, dass andere Städte weiter im Westen viel grössere Probleme hätten als Dêrik. Uns wurde gesagt, dass im Moment als einzige internationale NGO “Save the Children” in Dêrik aktiv ist. Wir haben zugesagt, Dêrik weiterhin auf allen Ebenen zu unterstützen. Deshalb sammeln wir jetzt auch im Rahmen unserer Weihnachtspendenaktion für die Versorgung der nach Dêrik Geflüchteten.

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Danke: 4.500 € für das Blutanalysegerät sind übergeben worden - wir sammeln noch weiter für die Geflüchteten

Eine Spende für das Dêrik-Hospital

Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner, dem Verband kurdischer Ärzte in Deutschland e.V., hatten wir unsere diesjährige Weihnachtsspenden-Kampagne zunächst dem Dêrik-Hospital gewidmet.

Das Dêrik-Hospital, das zentrale Krankenhaus in Dêrik, bietet der Bevölkerung eine kostenlose Gesundheitsversorgung. Es benötigt für sein Labor ein halbautomatisches Analysegerät für klinische Chemie.

Wir alle kennen das

Beim Hausarzt wird Blut abgenommen (Aua!) und in ein Labor geschickt. Nach ein paar Tagen wertet der Hausarzt die Ergebnisse aus: Leber- und Nierenwerte, Cholesterinspiegel und vieles mehr. Daraus lassen sich lebensrettende Verdachtsdiagnosen ablesen. In unseren Krankenhäusern wird bei den eingelieferten Patientinnen zuerst ein Blutbild gemacht und analysiert. Fehlt ein solches Gerät und bringen die Patientinnen auch keine Blutbildanalyse des Hausarztes mit, können die Krankenhaus-Ärztinnen ihre Diagnosen nur anhand der Symptom-Schilderungen der Patientinnen stellen.

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Neuer Luftangriff

Am 9. November hat das türkische Militär erneut Ziele bei Dêrik mit Drohnen angegriffen. Getroffen wurde eine Halle im Umland, in der daraufhin ein Brand ausbrach.

Auch das Umland des südwestlich von Dêrik gelegenen Dorfes Tebkê wurde mit Drohnen bombardiert. Personenschäden sind nicht bekannt.

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Erneute türkische Luftangriffe auf unsere Partnerstadt Dêrik

In der Nacht vom 23. Oktober auf den 24. Oktober 2024 bombardierte das türkische Militär mit Kampfflugzeugen und Drohnen erneut die zivile Infrastruktur und Dörfer in direkter Nähe zur Partnerstadt Dêrik des Berliner Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg. Die Angriffe wurden am 25. und 26. Oktober fortgesetzt und halten an.

Getroffen wurden u.a. mehrere Elektrizitätswerke und Wohnhäuser in Dörfern des Umlandes. Aus Dêrik erreichten uns Berichte, dass die Strom- und Gasversorgung unterbrochen ist. Ebenso wurde die Bombardierung von Ölfeldern bei Rimelan (siehe Videoclip unten) und eines Treibstoffverteilungszentrum in Siwêdiyê südlich von Dêrik gemeldet, bei der acht Personen getötet wurden.

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5 Jahre Städtepartnerschaft mit Dêrik

Gleichzeitige Feiern in Dêrik und in Friedrichshain-Kreuzberg

Das 5-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft haben wir am 12. Okober 2024 gleichzeitig in Dêrik und in Friedrichshain-Kreuzberg gefeiert.

Das Fest in Friedrichshain-Kreuzberg

Im Nachbarschaftshaus Urbanstrasse gab es vor rund 150 Gästen ab 18:00 zunächst Video-Grußworte der Ko-Bürgermeister*innen aus Dêrik, unserer Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann, die ausdrücklich ihre Solidarität mit den Menschen in Dêrik betonte, und der stellvertretenden BVV-Vorsteherin Regine-Sommer-Wetter.

Es folgte eine 20-minütige Fotopräsentation über die Geschichte des Städtepartnerschaftsvereins und unsere Projekte für die Bevölkerung in Dêrik.

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Permanent bedroht: Frauenrevolution und Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien

Filmvorführung und Infoveranstaltung

Frauenrevolution und Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien (Rojava) von allen Seiten bedroht

Eine Veranstaltung des „Geschichtssalon im Beginenhof“ in Kooperation mit dem Städtepartnerschaftsverein Friedrichshain-Kreuzberg - Dêrik e.V.

Auf dem Gebiet der Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien ist seit 2012 ein für den Nahen Osten einzigartiges Modell der Gleichberechtigung von Frauen entstanden. Alle wichtigen Positionen, wie z.B. auch das Bürgermeisteramt, sind immer mit einer Doppelspitze aus einer Frau und einem Mann besetzt. Ausserdem sind alle ethnischen und religiösen Gruppen entsprechend ihrem Bevölkerungsanteil an der Selbstverwaltung beteiligt. Im Gesellschaftsvertrag, der einer Verfassung entspricht, sind die auf allen gesellschaftlichen Ebenen diskutierten Ziele und Rechte festgehalten.

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Newroz Pîroz be ! - Frohes Newrozfest !

Ji bo hemû hevalên Dêrike,

li Friedrichshain-Kreuzberg

û cihên din em cejna we ya Newroza 2024 pirôz dikin!

Allen Freundinnen und Freunden in Dêrik,

in Friedrichshain-Kreuzberg,

wünschen wir ein Frohes Newrozfest 2024!

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Ortseingang von Dêrik: Türkische Kampfdrohnen töten 3 christliche Sicherheitskräfte

Am Morgen des 28. Februar haben türkische Kampfdrohnen an einer Stadteinfahrt nach Dêrik mehrere Fahrzeuge angegriffen und dabei 3 Sicherheitskräfte der christlichen Sutoro-Sicherheitskräfte getötet und 2 weitere schwer verletzt.

Das türkische Märchen von der notwendigen Selbstverteidigung gegen die PKK entlarvt sich dadurch zum wiederholten Male:

Die Sutoro-Sicherheitskräfte sind die Selbstverteidigungskräfte der christlichen Bevölkerung Nordsyriens und haben wahrlich nichts mit der PKK zu tun. Erneut zeigt sich, dass die Türkei mit ihren immer ungezügelteren Drohnenangriffen Angst und Schrecken in Nordsyrien verbreiten will, um die Bevölkerung zu demoralisieren und den Einmarsch mit ihren islamistischen Hilfstruppen vorzubereiten.

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