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Die Aktion Nothilfe setzt ihre Unterstützung für Vertriebene in Rojava über lokale Partnerorganisationen fort. Die humanitäre Lage bleibt für Zehntausende Familien äußerst angespannt. Viele Menschen leben weiterhin in provisorischen Notunterkünften – darunter Schulen, Moscheen und andere öffentliche Gebäude.

In Städten wie Qamislo und Dêrik ist der reguläre Schulbetrieb deshalb nur eingeschränkt möglich. Zahlreiche Einrichtungen dienen weiterhin als Unterkünfte für Binnenvertriebene. Viele der betroffenen Familien hoffen auf eine baldige Rückkehr in ihre Heimatorte.

Eine Rückkehrperspektive ist Bestandteil des Abkommens zwischen der Übergangsregierung in Damaskus und der Verwaltung von Nord- und Ostsyrien (Rojava). Konkrete Schritte zur Umsetzung bleiben bislang jedoch aus. Zehntausende Familien befinden sich daher weiterhin in einer prekären Situation – ohne dauerhafte Unterbringung und oftmals ohne ausreichende medizinische Versorgung.

40.000 Euro bereits eingesetzt – weitere Mittel geplant

Seit dem 20. Januar konnten im Rahmen der Aktion Nothilfe 40.000 Euro an Spendengeldern gezielt eingesetzt werden. Weitere 15.000 Euro sind bereits für zusätzliche Hilfsmaßnahmen eingeplant.

Der Verband Kurdischer Ärzte in Deutschland e.V. stellte 24.000 Euro für den Kurdischen Roten Halbmond in Qamislo bereit. Die Teams vor Ort verteilten zuletzt 200 Hygiene-Sets und 100 Lebensmittelpakete an Familien in Notunterkünften in Qamislo. 

Der Städtepartnerschaft Friedrichshain-Kreuzberg – Dêrik e.V. stellte bisher 11.000 Euro für die Partnerorganisation Şîlêr Crisis Response zur Verfügung. Unterstützt wurden insbesondere Geflüchtete im Umland von Dêrik, die zuvor kaum oder keine Hilfe erhalten hatten. Insgesamt wurden 97 Familien mit 180 Kleinkindern versorgt. Aus den Spendengeldern wurden vor allem Kinderkleidung, Babynahrung und Windeln beschafft und verteilt.

Die Internationale Nothilfe e.V. setzte 5.000 Euro für Geflüchtete in Qamislo ein. Mit diesen Mitteln wurden Familien mit dringend benötigter Kleidung und Lebensmitteln versorgt.

Humanitäre Krise dauert an – wir bitten weiter um Unterstützung für unsere NothilfeDie humanitäre Krise dauert in ganz Rojava an. Angesichts der weiterhin unsicheren politischen und humanitären Lage bleibt die Unterstützung durch die Aktion Nothilfe und ihre Partnerorganisationen unverzichtbar. Solange keine konkreten Schritte zur Rückkehr der Vertriebenen umgesetzt werden, sind viele Familien weiterhin auf humanitäre Hilfe angewiesen. Angesichts dieser anhaltenden Krise bitten wir weiterhin dringend um Spenden. Jeder Beitrag hilft, lebenswichtige Hilfe bereitzustellen und Menschen in akuter Not zu unterstützen.