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Dank Eurer vielen Spenden haben wir das Ziel der Spendenaktion (11.000 €) weit übertroffen.

Vom 15.11.22 bis 12.1.2023 sind für die Mobile Klinik insgesamt 18.409 € eingegangen.

Damit ist sind die Gehälter der Mitarbeiterinnen der Mobilen Klinik für 2023 gesichert. Drei Monatsgehälter für des erste Quartal 2023 konnten wir auch bereits in Dêrik übergeben.

Alle Spenden, die über das Ziel 11.000 € für die Jahresgehälter 2023 hinausgehen, werden wir für den Kauf von Medikamenten, medizinischem Gerät und Reparaturen des Fahrzeugs einsetzen.

Angesichts der Mitte November 2022 verstärkten türkischen Luft- und Artillerieangriffe auch auf das Umland von Dêrik ist die gemeinsam mit der Frauenorganisation WJAS betriebene Mobile Klinik noch wichtiger geworden. Das Fahrzeug wurde mit euren Spenden im Jahr 2020 in Höhe von fast 39.000 € erworben. Die Erstausstattung mit medizinischem Gerät und Medikamenten konnte mit einer Förderung durch die Berliner Landesentwicklungszentrale (LEZ) im Juli 2020 mit 66.850 € realisiert werden.

Am 16.Dezember 2022 erhielten wir diesen Bericht aus Derik:

„Rund um die Kleinstadt Dêrik im äußersten Nordosten Rojavas hat sich die Bedrohungslage nach den türkischen Angriffe wieder etwas entspannt. Die mobile Klinik kann also wieder losfahren auf die kleinen Dörfer der Region und dort die medizinische Basisversorgung für die Menschen bereitstellen.

Wir verlassen die Stadt in Richtung Qamishlo. Nach einer Weile biegen ab auf eine Schotterpiste, auf der es nur im Schritttempo weitergeht. Im Dörfchen, dessen kurdischer Name Kanî Pîvanê („Zwiebelquelle“) heißt, hält die Klinik vor der Schule, an deren Mauern sich noch das Konterfei des syrischen Diktators Bashar Al-Assad erahnen lässt. Es wurde offensichtlich entfernt, aber irgendwie war es dann wohl doch schwierig, ihn ganz loszuwerden. Die Wand der Schulmauer steht emblematisch für die gesamte politische Situation in Syrien, nun bald 12 Jahre nach dieser unmöglichen Revolution.

Das Angebot der Klinik wird heute vor allem von Frauen mit ihren Kindern wahrgenommen. Männer lassen sich heute höchsten aus der Ferne blicken. Einige fahren auf ihren Motorrädern vorbei. Die Kids haben sichtlich Spass daran, fotografiert zu werden. Immer wieder springen sie vor die Kamera und machen das Victory-Zeichen. Die Klinik versorgt etwa 40 solcher kleinen Dörfer im Monat, erzählt uns Çudî, die Leiterin der von Weqfa Jina Azad a Sûrî, der Stiftung der Freien Frauen in Syrien – vorausgesetzt die Sicherheitslage lässt es zu und es sind genug Medikamente vorhanden. Beides ist leider in letzter Zeit oft nicht der Fall.“

 

 

 

 

 

 

 

Die medizinische Infrastruktur im Norden und Nord-Osten Syriens ist durch den seit zehn Jahren andauernden Krieg, durch die dauernden und zunehmenden Angriffe der Türkei und vorher des IS weitgehend zerstört. Die Aufrechterhaltung der gesundheitlichen Versorgung ist überlebenswichtig. Die Corona-Pandemie hat in und um Dêrik besonders stark gewütet. Es herrscht zudem ein dramatischer Mangel an Schutzausrüstung, Testmöglichkeiten, Medikamenten und Beatmungsgeräten.

                          Die Ärztin beim Patientinnengespräch                                          

Seit Mitte 2022 wächst auch die Bedrohung durch Cholera. Die Cholera-Situation ist jetzt dadurch dramatisch geworden, dass die türkische Bombardierung und Zerstörung einer Elektro-Umspannanlage in Dêrik und in 65 Dörfern der Umgebung den Ausfall der Pumpen von Trinkwasserbrunnen zur Folge hatte.

Unterstützt die Menschen in der Region Dêrik mit einer steuerlich absetzbaren Spende auf unser Spendenkonto:

Städtepartnerschaft Friedrichshain-Kreuzberg – Dêrik e.V.
IBAN: DE54 4306 0967 1225 6804 00
BIC: GENODEM1GLS, GLS Bank
Verwendungszweck: „Mobile Klinik“

Für eine Spendenquittung wird auf der Überweisung die Postadresse gebraucht!

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