Finanzierung durch GLOBAL CARE aus Mitteln der Aktion Deutschland hilft
Wie alle vier Schulen wurde auch die Karasor-Schule vom Kinderhilfswerk GLOBAL CARE mit Mitteln der Aktion Deutschland hilft finanziert. Mit der Übergabe der ersten Rate von 8.000 € Ende März 2025 startete die Renovierung dieser Schule – einer von mehreren Schulen, in und um Dêrik, die durch das schwere Erdbeben 2023 beschädigt wurden. In Dêrik wurde die Renovierung von der zivilgesellschaftlichen Initiative ‚Make Rojava Green Again‘ in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung realisiert.


Kinderfreundliches Lernumfeld
Der Ko-Vorsitzende der Schulverwaltung hatte zuvor bei einer Videokonferenz mit uns darauf hingewiesen, dass die Schulverwaltung allen Kindern ein kinderfreundliches Lernumfeld schaffen möchte. Da die meisten Schulen noch aus der Zeit des Assad-Regimes stammen, ähneln die Schulen immer noch eher Gefängnissen als einer Bildungsinstitution. Allein, es fehlte an Geld, da die Selbstverwaltung zahlreiche Probleme zu bewältigen hat: hunderttausende Binnengeflüchtete durch die Vertreibung aus Afrin 2018, Serekaniye 2019 und der Sheba-Region 2024 durch die Türkei und deren Söldnerarmee SNA; die Versorgung des Al-Hol-Camps mit 50.000 IS-Terrorist*innen und deren Kindern, der Wiederaufbau der durch türkische Angriffe zerstörten Infrastruktur.
Der Zustand der Schule war desolater als vorher angenommen
Die Sanierung des Daches und die Beseitigung der durch das Erdbeben entstandenen Risse in den Innen- und Aussenmauern der Schule konnten relativ schnell durchgeführt werden. Während der Sanierungsarbeiten stellte sich allerdings heraus, dass der Zustand der Schule desolater war, als bis dahin angenommen.

Zusatzförderung
Dankenswerterweise erklärte sich GLOBAL CARE deshalb bereit, zusätzlich zu den bis dahin zugesagten Fördergeldern noch einmal 27.400 € bereit zu stellen. Um eine wirklich kinderfreundliche Schule einzurichten, wurde die Schule mit fließendem Wasser, neuer Elektrik und neuer Wandbemalung in allen Innenräumen versehen. Ausserdem wurden auf dem Schulhof, der bis dahin bei Regen im Schlamm versank, Bodenplatten verlegt und ein Schulgarten angelegt. Damit nicht dauernd Tiere auf den Schulhof gelangen, wurde um den Hof eine Mauer gebaut.
Als Highlight erhielten alle 64 Schüler*innen nach Abschluß der Sanierungsmaßnahme einen Schulrucksack mit Stiften, Heften und Turnbeutel.

