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Nach den schweren Angriffen islamistischer Truppen auf die Region Rojava im Nordosten Syriens hat sich die humanitäre Lage weiter verschärft. Unsere Partnerstadt Dêrik ist einer der wichtigsten Zufluchtsorte in Nordsyrien, da sie in unmittelbarer Grenznähe zum Nordirak liegt. Die Menschen hoffen, im Falle einer weiteren Zuspitzung der Situation in das kurdische Autonomiegebiet im Nordirak fliehen zu können. In Dêrik sind nach aktuellen Erhebungen 2.500 Binnenvertriebene neu angekommen. Viele von ihnen sind in Schulen, Moscheen und öffentlichen Gebäuden untergekommen. Zudem sind viele weitere Menschen in Dörfern und kleineren Städten des Distrikts Dêrik untergekommen, zu denen uns noch keine Zahlen vorliegen. Trotz der Verlängerung des vereinbarten Waffenstillstands um 15 Tage am Abend des 24.01.2025 bleibt die Situation äußerst angespannt. In den vergangenen Tagen wurde der Waffenstillstand durch die angreifenden islamistischen Truppen immer wieder gebrochen. Es wird befürchtet, dass die Truppen von Jolanis und die ihnen zugehörigen islamistischen Milizen an der syrisch-irakischen Grenze in Richtung Dêrik sowie an der türkisch-syrischen Grenze marschieren könnten. Dadurch würde den Menschen in Nordostsyrien der letzte Fluchtweg abgeschnitten.

Besonders harter Winter

Die Lage in den betroffenen Kriegsgebieten ist auch dadurch erschwert, dass derzeit der härteste Winter seit Jahren herrscht. Besonders dramatisch ist die Situation in der belagerten Stadt Kobanê, in der Hunderttausende Zivilisten ohne ausreichende Versorgung ausharren müssen. Teils leben sie ohne ausreichende Wärme und Schutz auf den Straßen der Stadt. Infolge der Kälte und der Mangelversorgung sind in Kobanê bereits fünf Kinder verstorben. Überall – auch in Dêrik – hat es heftig geschneit. Dadurch wird sowohl die Flucht als auch die Verteilung von Hilfsgütern sehr erschwert. Immer wieder wird von den Geflüchteten über Massaker, Vergewaltigungen und Plünderungen auf der Flucht berichtet.

Kochen im Schnee

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Im Rahmen der Aktion „Nothilfe für Rojava” wurden innerhalb der letzten drei Tage Spenden in Höhe von 12.000 € nach Rojava transferiert:

1.000 € gingen an die Mobile Klinik in Dêrik, die durch unsere Partnerorganisation WJAS betrieben wird. Damit sollen die Kapazitäten zur akuten medizinischen und psychologischen Betreuung von Geflüchteten erhöht werden.

7.000 € gingen an unsere Partnerorganisation Siler Crisis Response, um Geflüchtete, insbesondere Familien mit Kleinkindern, in Dêrik und Umgebung zu versorgen. Windeln, Babymilch, Kleidung und Lebensmittel werden ab sofort verteilt.

Weitere 4000 € wurden von unserer Partnerorganisation Verband Kurdischer Ärzte in Deutschland e.V. der Hilfsorganisation Heyva Sor a Kurd (Kurdischer Roter Halbdmond) im Rahmen der Aktion Nothilfe zur Verfügung gestellt.

Schließt euch unserem Spendenbündnis an und sammelt Spenden. Jede Unterstützung zählt. Spenden bitte für die Aktion Nothilfe Rojava bitte unter Stichwort „Nothilfe Rojava“ an:

Verband Kurdischer Ärzte in Deutschland e.V

 

IBAN: DE39 3006 0601 0008 7790 23 | Konto Nr: 0008779023

Unten auf dieser Seite sind auch direkte Spenden über uns nach Dêrik möglich.

Die Mittel leiten wir umgehend an unsere Partner in Dêrik weiter. Sie sorgen für die schnelle Beschaffung dringend benötigter Hilfsgüter, sowie für die medizinische Versorgung der Geflüchteten in der Region rund um unsere Partnerstadt Dêrik, wo viele Geflüchtete angekommen sind und weiter ankommen.